Dienstag, 28. Juli 2009

Bürger in Schulden und Handschellen. Die Banker-Verschwörung: keine Inflation, Schulden 1:1 zurückzahlen, über Generationen!



Wie komme ich aus meinen Schulden raus, wie da raus! Wir dachten:
"Der Staat macht es doch auch!"
Nachträge unten magenta

Mit rund 2500 Milliarden Dollar stehen die europäischen Verbraucher derzeit bei ihren Kreditkarteninstituten in der Kreide... Immer mehr Verbraucher sorgten sich, dass sie ihre Kreditkartenschulden und Hypotheken nicht mehr zurückzahlen könnten...Verluste im Kreditkartengeschäft gehen gewöhnlich mit dem Anstieg der Arbeitslosigkeit und privaten Insolvenzen einher. Und diese gelten im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise als sicher... In den USA kletterten die Ausfälle bei den Finanzhäusern nach dem jüngst veröffentlichten Moody's-Index im Juni auf 10,76 nach 10,62 Prozent im Mai - ein Höchststand. Zugleich waren im Juni 9,5 Prozent der arbeitsfähigen US-Bürger ohne bezahlte Beschäftigung - ebenfalls ein Höchststand. In Großbritannien stiegen die Kreditkartenausfälle laut Moody's im Mai auf 9,37 Prozent nach 6,4 Prozent im Mai 2008 (Nachrichten vom 28/Juli/2008, u.a. Spiegel Online)

Der Bürger in Schulden, an Banken gekettet, hat nur die Wahl, entweder abzahlen oder Offenbarungs-Eid leisten. Dann kommt er nie wieder hoch, kann höchstwahrscheinlich nie wieder frei sein, reisen, gut leben. Er kann keine Familie unterhalten, keine Freunde mehr einladen, keine Museen mehr besuchen, keine Konzerte, alles zu teuer für ihn. Er tauscht die Banken-Handschellen mit den Ketten der Sozial-Dienste des Staates. Ihm wird täglich und nächtlich vor Augen geführt: Ab nun bist du ein Untermensch!

Der Staats-Apparat hat noch viel mehr Schulden gemacht, heimlich und stetig aus den Taschen der Bürger. Minister, Regierung, Parlamente, Abgeordnete und Parteimitglieder an den Geld-Zapf-Hähnen des Steuer-Aufkommens geben sich hingegen als Übermenschen.

Die Fachleute in der Politik, die etwas von Finanzen verstehen wollen, der Bundes-Präsident zum Beispiel oder der Herr Steinbrück, sie alle erledigen die rasende Staats-Schulden-Uhr mental nur noch virtuell: das, was sich da auftürmt, sei ja gar kein Geld, sei noch nicht einmal auf dem Papier. Sie alle hoffen auf eine spätere breite Verteilung der Schulden durch letztendliche Inflation. Vorher haben sie noch in Sachwerte umgeschichtet, das was der verschuldete Bürger nicht kann. Sie alle leben weiter aus dem Vollen, dem Neuverschuldungs-Eimer, denn die erhoffte Inflation werde alles wieder in Ordnung bringen.

Weit gefehlt! Diese Herren machen wieder einen ihrer logischen Gedanken-Fehler. Sie loben: zur Zeit keine Inflation. Noch nicht einmal die Gelddruck-Maschinen scheinen dem Geld-Wert etwas von seinem Gold-Wert nehmen zu können. Es sei noch Luft da. Noch mehr Geld kann gedruckt werden. Wo liegt der Gedanken-Fehler?

Ihnen ist nicht aufgefallen, dass es inzwischen eine Machtkonzentration der Banken gibt. Diese haben ihre Gläubiger-Staaten in Ketten gelegt. Sie bestimmen, ob es eine Inflation geben wird oder nicht. Sie bestimmen: keine Inflation. Sie lenken das Geld virtuell an den wirklichen Schaltstellen der Weltherrschaft, wie es ihnen beliebt. Ihnen beliebt: keine Inflation.

Warum denn nicht? Inflation wäre doch die Lösung, meinen die Herren über die Steuer-Einnahmen. Dann muss endlich nicht mehr dieser lästige Schulden-Dienst geleistet werden. Dann werden die Umschuldungs-Akrobaten endlich ohne Druck sein. Dann werden wir alle befreit. Und wir unter uns haben ja die Sachwerte.

Die neue Weltherrschaft gewisser Groß- und Zentral-Banken nutzt aus, dass es kaum noch nationale Währung gibt. Nationalstaaten können somit nicht mehr aus der Reihe tanzen. Also wird ihnen aufgedrückt: keine Inflation! Das bedeutet, dass alle Staaten, die in der Hoffnung auf inflationäre "Befreiung" immer tiefer in die Neuverschuldungen gegriffen haben, sich von Banken immer abhängiger gemacht haben, jeden einzelnen Cent in unveränderter Stabilität zurückzahlen müssen, sie und die folgenden Generationen. Betroffen sind die Schulden-Staaten, zu denen auch Deutschland gehört.

Keine Inflation bedeutet: der Schuldenberg bleibt Realität. Die Träume der nationalen Finanz-Fachleute in der Politik sind Schäume. Sie richten ein Land zugrunde und treiben es in die Sklaverei. Sie schadeten ihrem Land. Parteien, die daran beteiligt sind, sollten nie wieder gewählt werden.


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Nachtrag am 29/Juli/2009

Immer wieder ist von sogenannten "Verwerfungen" im Banken-System die Rede. Zuletzt gebrauchte dieses Wort DB-Chef-Angesteller Ackermann. Er war vor dem Untersuchungs-Ausschuss des Bundestages zum Thema "Rettung der HRE auf Staatskosten" geladen worden, um auszusagen.

Ein Banker wie Ackermann wirkt stets für das Banken-System, nicht für Bürger. Die Staatshilfen basieren auf der Furcht vor "Verwerfungen", die keiner erklärt, dem Bürger schon gar nicht.

Wenn eine Bank pleite geht, wie die LB in den USA, dann kommt es zu Verlusten verbandelter Banken, aber nicht zu "Verwerfungen". Vor Verlusten haben alle Angst, da sprechen sie dann von "Verwerfungen", nur nicht von Verlusten, weil Verluste am Management kratzen und Boni verderben. Die "Verwerfungen" bedeuten auf gar keinen Fall eines: Banken-Pleiten, denn sie nützen den übrigen starken, weil unliebsame Konkurrenz weg fällt.

Die "Verwerfung", die ich erkennen kann, sind zunächst einmal Hindernisse, um in die Taschen der Steuerzahler zu greifen, damit Verluste von Banken ausgeglichen werden. Astronomische Verluste gab es bei der HRE, die eine Missgeburt aufgrund der Schulden-Politik des Staates und aufgrund der Parteien-Finger im Pöstchen-Geschäft dastellt. Wieviele Strohmänner mit Pensions-Anspüchen laufen da ohne eigentliche Aufgaben herum? Hat man dazu Herrn Ackermann vernommen? Ein paar Privat-Investoren fallen dabei kaum ins Gewicht.

Im Falle der HRE geht es um die Schulden-Dienste des Staates, weniger um Privat-Kunden. Die Zockerei mit Steuergeldern in Form verwerteter Staatsanleihen auf Bürgerkosten hat nun die Milliarden-Verluste zulasten der Bürger zur Folge. Möchtegern-Banker aus der Politik wollten sprudelnde Steuern durch Spekulationen verdoppeln. Sie haben sich als Laien erwiesen. Sie haben die Angebote aus den USA nicht genau geprüft. Gewinn wurde ihnen versprochen. Das reichte schon. Opfer eines Schneeball-Systems wurden sie dann. Der Steuerzahler muss also zweimal oder dreimal für die Zockerei derjenigen bezahlen, die in "Systembanken" hohe Posten bekleiden.

Die "Verwerfungen" lassen sich noch aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Staat und Bürger sollen als Melk-Kuh der Banken "intakt" bleiben. Eine berechnete Insolvenz des Staates und Pleiten von "Systembanken", wie die HRE zum Beispiel, würden das Melk-Kuh-System gefährden. Solche Gefährdungen heißen "Verwerfungen".


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Nachtrag vom 6/Aug/2009 3:00 +1

Keine Inflation, das war meine Analyse, keine auf absehbare Zeit. Vor einem eventuellen Dammbruch in vielleicht 20 Jahren, oder doch viel früher?, werden immer mehr Sandsäcke gegen die Inflations-Flut auf den Damm getragen. Heute, am 6/Aug/2009 folgte eine erste Reaktion Barak Obamas, die leichtfüßig klingt, aber den Bürger schwer belastet. Sie nämlich müssen die "Sandsäcke" gegen den Dammbruch am Ende tragen.

19.23 Uhr 5/Aug/09 Manager Magazin: Die USA wollen ihr steigendes Staatsdefizit verstärkt mit inflationsgeschützten Anleihen finanzieren. Diese seien ein wichtiger Teil der Strategie für das Schuldenmanagement, teilte das US-Finanzministerium am Mittwoch mit. Bei inflationsgeschützten Anleihen oder "Treasury inflation-protected securities" ("Tips") richtet sich die Zinszahlung nach der Teuerungsrate. Damit liegt das Inflationsrisiko beim Emittenten und nicht wie bei anderen Anleihen beim Käufer. Immer mehr Anleger fürchten derzeit, dass bei einer Konjunkturerholung die Inflationsrate steigen wird. China und andere Länder mit einer großen Menge US-Staatsanleihen haben sich unlängst besorgt über den Wert ihrer Anlagen geäußert, wenn die Inflationsrate steigen und der Dollar sinken sollte.
Die staatliche Garantien-Ralley beginnt. Nach den hitzigen Konjunktur- und Wirtschafts-Garantien folgen nun die Schuldungs-Garantien. Staats-Anleihen können nämlich genauso "toxisch" werden wie Immobilien-Devirate. Geschwind wird dem Bürger das Risiko aufgeladen. So werden die Investoren bereits gekaufter Staatsanleihen beruhigt und neue Investitionen schmackhaft gemacht. Die neuen Käufe sind Bestandteil des Schulden-Managements. Wenn sie ausbleiben, bricht das Schulden-Management des US-Finanz-Ministeriums zusammen. Eine ähnliche Entwicklung ist in Deutschland absehbar. Minister von Guttenberg versucht "Sandsäcke" vorerst noch mit anderen Mitteln auf den Damm zu bringen, nämlich zum Beispiel mit Zwangsverwaltung für Krisen-Banken, wie gerade berichtet wird.

Der Kampf der Staaten gegen Banken geht verloren. Staaten sind Lakaien geworden. Barak Obama hat die US-Zentralbank bereits unverhält-nismäßig stärken müssen. Sie können sich nicht wehren, weil das Banken-System längst international agiert. Die Staaten dagegen können sich international nicht zusammenschließen, weil sie sich grundlegend unterscheiden. Es gibt Schuldner- und Gläubiger-Staaten. Die Balance ist das Kalkül des internationalen Banken-Systems. Die Schere zwischen armen und reichen Staaten wird immer weiter auseinander gehen. Die Schuldner-Staaten verarmen, zehren vom ehemaligen schönen Reichtum, verspielen alles.

Die Gläubiger-Staaten kommen hoch. Die Kluft zwischen Arm und Reich innerhalb der Staaten kennen wir. Sie wird immer größer. Die Kluft zwischen Schuldner- und Gläubiger-Staaten kennen wir noch nicht so genau. Auch sie wird immer größer. Das ist eine mathematische Gewissheit. Deutschland verarmt schon längst. Die USA verarmen ebenso. Trotzdem gibt es einen Unterschied: das Militär-Potential. Es wird sich eines Tages vor die Dominanz des Banken-Systems schieben.

Kleinstaaten machen es vor. Burma und Nordkorea wollen schnellstens Atombomben. In Dikataturen wird die Verarmung der Bevölkerung unterdrückt. In Demokratien gibt es dann General-Streiks, Aufstände, Straßenkämpfe, Unstabilität. Schon die kommende Generation, mal ganz abgesehen von der Wut wegen Überfremdung (Film "Wut im Bauch"), wird die Verarmungs-Last nicht mehr tragen wollen. Extreme Parteien kommen hoch. Die Menschheit steht dann wieder vor Gewalt-Lösungen, die Zerstörung, Hunger, Verlust von Werten jeglicher Art bedeuten.

Vor dieser Politik hatte der Internet-Schreibtisch micha vRhein, zu dem auch die neben-stehenden elf Blogs gehören, rechtzeitig gewarnt.


1 Kommentar:

dennis.harrock hat gesagt…

Auf alle genannten Themen will ich nicht gerade eingehen, daher kann ich nur sagen ich bin auch der Ansicht, dass die Parteien die dieses Unheil angerichtet haben, nie wieder an die Macht kommen dürfen!!!